Ein Tänzchen mit Mantas


Da uns Coral Bay – insbesondere die beschriebenen Camp-Sites – nicht dass bot, was wir uns von ihm versprochen hatten, planten wir eigentlich maximal drei Übernachtungen ein. Aber wie es eben so ist, kommt es dann doch anders. Unseren Plan durchkreuzte ein freundlicher Spanier, welcher uns während eines morgendlichen Smaltalks begeistert von einer Manta-Tour berichtete, an welcher er tags zuvor teilgenommen hätte. Für AUS 150 sei er während des gesamten Tages – von zwei Biologen begleitet – mit Mantas, Delfinen und TIGERHAIEN geschnorchelt! Die Crew wäre freundlich, aufmerksam und professionell und die Verpflegung an Bord ausgezeichnet gewesen.
Da auch wir uns das nicht entgehen lassen wollten, suchten wir wenig später besagten Tour-Operator auf und weil uns die Beratung tatsächlich überzeugte, buchten wir den nächstmöglichen Termin. Da wir uns inzwischen etwas mit Coral Bay versöhnten, war uns das die zusätzlichen zwei Tage wert.


Ein Manta kommt selten allein
Am Montag war es endlich soweit. Gemeinsam mit elf weiteren Teilnehmern charterten wir erwartungsvoll das Boot und nach einer kurzen und aufschlussreichen Einführung steuerten wir den ersten Schnorchel-Platz an. Dort wurde, über einer Shark-Cleaning-Station, die Schnorchel-Tauglichkeit der Teilnehmer getestet, während diese Riff-Haie dabei beobachteten, welche sich von Putzerfischen die Essensreste der vergangenen Nacht zwischen den Zähnen heraus pulen liessen. Da unser Ausflug aber den Mantas galt, fuhren wir schon bald weiter, nur um wenig später von einer Seekuh – umgangssprachlich Dougong genannt – aufgehalten zu werden. Da diese auf ihrem Weg zur nächsten Seegras-Wiese nicht gestört werden sollte, patroullierten wir sie lediglich ein paar Minuten mit dem Schiff und setzten unsere Fahrt alsbald fort. Doch schon wieder ertönte das Schiffshorn. Diesmal hiess es Tiger-Alarm! Und tatsächlich erspähten wir wenig später ein stattliches Tier. Leider war der Tigerhai nicht in Schnorchel-Laune und machte sich sofort aus dem Staub. Es blieb aber kaum Zeit, um Enttäuschung aufkommen zu lassen, da wir wenige Minuten später mit einem überwältigenden Manta-Schnorcheln «entschädigt» wurden. Die Tiere vollführten nur wenige Meter unter uns einen Loop nach dem anderen. Dieses Spektakel war dermassen ergreifend, diese eleganten Tiere dabei zu beobachten, wie sie durch das Wasser segelten, dass die Zeit sprichwörtlich im Manta-Loop verstrich.
Da so viel Schnorcheln hungrig macht, wurden wir bei unserer Rückkehr an Bord lecker verpflegt und da spielte es noch nicht mal eine Rolle, dass ich meinen opulenten Burger erst nach der Vegan- und Vegi-Fraktion verdrücken konnte.

  1. Röfe

    Boa, tolle Manta-Fotos! Dieses Erlebnis entschädigt doch sicher für manches.

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